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Führung im Home Office: Wie können Vorgesetzte die Kontrolle behalten?

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Seit fast einem Jahr befinden sich viele Mitarbeiter:innen vermehrt im Home Office. Diese Umstellung hat Vor- und Nachteile – aus Sicht der Führungskraft, aber auch aus Sicht des Mitarbeitenden. Viele Vorgesetzten stellen sich zum Beispiel die Frage, wie sie sicherstellen können, dass die Mitarbeiter:innen ihre Arbeit erledigen, ohne ihnen ein Gefühl der Überwachung zu vermitteln. Oftmals fehlt hierzu das Vertrauen zwischen Chef:in und Mitarbeiter:in oder die Führungskraft will sich zu sehr einmischen. Die Home Office Herausforderungen auf beiden Seiten sind groß. Welche Lösungen gibt es also für Führung im Home Office? Wir haben ein paar Tipps für Sie!

7 Tipps für erfolgreiche Führung im Home Office

1. Tages-/ Wochenziele setzen

Viele Führungskräfte müssen sich bewusst machen, dass nicht die geleisteten Stunden der Mitarbeiter:innen im Home Office entscheidend sind, sondern das Erreichen der festgelegten Ziele. Auch wenn das Team normalerweise acht Stunden im Büro verbringt, heißt das nicht, dass auch acht Stunden durchgearbeitet werden. Laut einer Studie der Stanford University soll das Arbeiten im Home Office die Produktivität von Angestellten sogar um 13% steigern. Daher ist es wichtig, gemeinsam mit den Mitarbeitenden Wochen- oder auch Tagesziele zu setzen, welche anschließend kontrolliert werden können. Erlauben Sie ihnen eine gewisse Flexibilität – natürlich solange sie die gesetzten Ziele erreichen. Dies fördert auch ein effizienteres Zeitmanagement.

2. Vertrauen aufbauen

Gerade im Home Office und in Zeiten, in denen viele Arbeitnehmer nicht nur beruflichem, sondern auch privatem Druck und Stress ausgesetzt sind, spielt Vertrauen und Empathie eine große Rolle. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitenden, dass sie sich jederzeit mit Fragen, Vorschlägen und auch Sorgen an sie wenden können. Maßnahmen zur Teamentwicklung sind hier von hoher Relevanz.

3. Eigenverantwortung der Mitarbeitenden stärken

Eine höhere Eigenverantwortung der Mitarbeiter:innen fördert deren Produktivität und sie arbeiten häufig motivierter und mit mehr Leidenschaft an den Aufgaben. Dadurch können Sie als Führungskraft sicherstellen, dass die vereinbarten Ziele erreicht werden und die Mitarbeiter:innen sich auch eigenverantwortlich neue Aufgaben suchen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Sie die Eigenverantwortung fördern können, dann werfen Sie doch gerne einen Blick auf unsere 7 Tipps, um die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu stärken.

4. Regelmäßiger Austausch

Nur weil man sich nicht persönlich sehen kann, sollte der regelmäßige Austausch auf keinen Fall zu kurz kommen. Im Gegenteil: gerade im Home Office ist es wichtig, für seine Mitarbeitenden erreichbar zu sein. Die Kommunikation sollte dabei auf keinen Fall einseitig ablaufen und der Austausch sowohl im gesamten Team als auch einzeln mit den Kolleg:innen stattfinden. Außerdem sollten nicht nur berufliche Dinge besprochen werden, sondern auch ein formloser Austausch, zum Beispiel in Form einer virtuellen Kaffeküche, stärkt den Zusammenhalt. Mehr Tipps zum virtuellen Austausch finden Sie übrigens in unserem Artikel über digitale Meetings.

5. Unterstützung im modernen Arbeiten

Damit Ihre Mitarbeitenden im Home Office alle Aufgaben erledigen können, müssen zunächst natürlich die technischen Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört es nicht nur, die notwendigen Systeme bereitzustellen, sondern ihnen auch bei der Einführung neuer IT-Systeme und online Programme unter die Arme zu greifen. Als Führungskraft könnten Sie dazu beispielsweise die Teilnahme an online Schulungen und/ oder Trainings ermöglichen und unterstützen.

6. Vorhandene Arbeit in kleine Aufgaben zerlegen

Um die vorhandene Arbeit besser kontrollieren und verteilen zu können, macht es Sinn, diese in kleinere Aufgabenblöcke zu zerlegen. Bewährte Methoden sind hierbei zum Beispiel Kanban und Scrum, bei denen die Aufgaben übersichtlich sortiert werden. Heutzutage gibt es außerdem zahlreiche online Projektmanagement Tools, die vom gesamten Team genutzt werden können und es ermöglichen, einen Überblick über alle Aufgaben und die jeweiligen Verantwortlichen zu behalten.

7. Neue Methoden zulassen

In der schnelllebigen Zeit, in der wir leben, müssen Führungskräfte lernen, ab und an von altbewährten Methoden loszulassen und sich neuen anzupassen. Dies betrifft zum Beispiel das Ausprobieren von neuen Online Meeting Tools. Wenn man sich als Führungsperson offen und optimistisch auf neue Methoden einlässt, sind auch meistens die Mitarbeitenden bereit, dies zu tun. Natürlich müssen nicht alle gut funktionierenden Prozesse über den Haufen geworfen werden, wenn eine neue Methode auftaucht. Jedoch sollte man als Führungskraft stets die Augen (und Ohren) offen halten für Optimierungsmöglichkeiten und die Vorteile von digitalem Arbeiten erkennen.

Im Rahmen eines Führungskräftecoachings begleiten wir Sie auf Ihrem Weg zum Erlernen von virtuellen Führungskompetenzen.

Was sind Ihre Erfahrungen mit Führung im Home Office? Haben Sie weitere Tipps? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

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