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7 Tipps, um die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeiter zu stärken

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Was bedeutet es, eigenverantwortlich zu handeln und zu arbeiten?

Allgemein bedeutet das, dass man für sein Handeln Verantwortung übernimmt und die Konsequenzen akzeptiert. Es bedeutet aber auch, über den Tellerrand hinaus zu schauen und sich nicht vor unangenehmen Fragen zu scheuen. Zudem gehört auch Selbstdisziplin und Selbstorganisation dazu: es gilt den eigenen Arbeitsablauf zu strukturieren. Und diese Strukturierung auch einzuhalten. Gepaart mit einer offenen Feedback- und toleranten Fehlerkultur, wird die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zum Motor eines erfolgreichen Unternehmens. Unter anderem führt sie auch zu einem effizienteren Zeitmanagement für Führungskräfte.

Warum sind eigenverantwortliche Mitarbeiter für Unternehmen wichtig?

Neben einem gut ausgeprägten Teamwork und dem Austausch mit Kollegen, ist es die Eigenverantwortung, die ein erfolgreiches Unternehmen von den Mitbewerbern unterscheidet. Warum? Weil dadurch das ganze Potential der Mitarbeiter eingebracht werden kann. Sie sind es, die die Experten in ihrem Gebiet sind. Mitarbeiter werden von selbst Optimierungsvorschläge für die Abläufe einbringen, was positive Veränderungen im Unternehmen mit sich führen wird. Sie arbeiten produktiver und empfinden mehr Leidenschaft in Ihrem Tun.

Es sind manchmal nur kleine Schritte notwendig, um die Eigenverantwortung der Mitarbeiter zu stärken.

7 Tipps, mit denen Sie die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeiter stärken

1. Vision

Geben Sie eine Richtung, eine Vision vor. Holen Sie die Meinung Ihrer Mitarbeiter ein und erstellen Sie mit Ihnen zusammen den Weg zur Zielumsetzung. Sie können dazu zum Beispiel OKR-Methoden benutzen! Die Vision muss dabei greifbar und valide sein. Jeder im Team muss sie umsetzen wollen (!). Und denken Sie daran: Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg dorthin nicht finden

2. Fehlerkultur

Akzeptieren Sie nicht nur Fehler, sondern fordern Sie sie regelrecht ein. Nur aus Fehlern lernt man richtig. Eigenverantwortung bedeutet auch, zu den eigenen Fehlern zu stehen. Vermeiden Sie daher unbedingt Kultur der Angst. Bestrafen Sie nicht für Fehler. Eine positive und konstruktive Fehlerkultur verspricht viel mehr Erfolg.

3. Wertschätzung der Angst

Bewältigen und wertschätzen Sie die Angst. Von Ihnen und von Ihren Mitarbeitern.
Dazu gehört unter anderem folgendes klar zu machen:
– Ein „Wir“-Gefühl schaffen
– Transparenz in der Planung zu schaffen
– Hierarchien nur da, wo sie wirklich benötigt werden
– Mitarbeitern ein Mitspracherecht (siehe Punkt 1) geben

Sie geben Ihren Mitarbeitern damit die notwendige Sicherheit.

4. Feedback Kultur

Ermöglichen Sie eine offene Feedback-Kultur. Wenn Sie das Feedback Ihrer Mitarbeiter nicht einfordern und wertschätzen, werden Ihnen wohlmögliche wertvolle Hinweise und Impulse verloren gehen. Die Feedback-Kultur muss dazu geprägt sein von wechselseitigem Vertrauen und Respekt. Das Feedback sollte sich auch über Hierarchie- und Abteilungsgrenzen erstrecken dürfen.

5. Stärkenprofil erstellen

Erstellen Sie ein Stärkenprofil Ihrer Mitarbeiter. So können Sie Ihre Mitarbeiter optimal einsetzen und befähigen, Eigenverantwortlich zu handeln.

6. Fragen stellen, statt nur Fragen beantworten

Stellen Sie ruhig Gegenfragen, anstatt auf eine Frage direkt eine Antwort parat zu haben. Finden Sie erst heraus, was genau von Ihnen benötigt wird. Fordern Sie Ihre Mitarbeiter auf, sich erst eigene Gedanken darüber zu machen. Und wenn Sie doch antworten: begründen Sie Ihre Antwort nachvollziehbar und zollen Sie den Vorschlägen Ihrer Mitarbeiter Wertschätzung. Gerade zu Zeiten, in denen sich viele Mitarbeiter im Home Office befinden ist es wichtig, einen regelmäßigen Austausch zu organisieren. Mehr dazu können Sie in unserem Artikel über erfolgreiche Führung im Home Office lesen.

7. Von außen unterstützen lassen

Nur die Eigenverantwortung auszurufen, wird keine Eigenverantwortung in ein Unternehmen tragen. Es muss aktiv etwas dafür getan werden. Um Mitarbeiter und Führungskräfte zu befähigen, eigenverantwortlich zu handeln, kann eine externe Unterstützung sehr wertvoll sein, denn durch eine externe Beratung wird ein objektiver Blick auf das System geworfen. Erfahrene Trainer und Coaches unterstützen dabei, sowohl Verantwortung abzugeben, als auch sie zu übernehmen. Das ist ein Lernprozess, den sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeiter durchlaufen müssen.

Wie stärke ich die Eigenverantwortung meiner Mitarbeiter?

Für die Stärkung der Eigenverantwortung ist ein kombinierter Ansatz empfehlenswert. Fördern Sie zum einen die Teamentwicklung durch gezielte Team-Workshops. Zum anderen können Sie durch Führungskräftecoachings die Teamführung bei der Übertragung der Verantwortung unterstützen. Eigenverantwortung ist eine Bereitschaft dazu, für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen. Es ist zugleich aber auch eine Pflicht, dies zu tun, wenn der Raum dazu gewährt wird. Daher sollten sowohl die Führungskraft als auch die Mitarbeiter gemeinsam einen Weg erarbeiten, um die Eigenverantwortung im Team zu stärken. Denn mit der Eigenverantwortung wird auch die Selbstorganisation und die Selbstdisziplin einhergehen.

Wie sieht der Alltag häufig aus?

Geht ein Plan nicht auf oder eine Aktion erzielt genau den entgegengesetzten Effekt, wird die Verantwortung schnell abgegeben. Ein Schuldiger wird gesucht, damit das eigene “Versagen” nicht zu sehen ist. Meistens läuft das ganz automatisch ab. Geradezu mechanisch. Doch weder als Führungskraft noch als Mitarbeiter tut man sich damit einen gefallen. Dadurch sinkt die Motivation und das Vertrauen in die eigenen Stärken schwindet. Daher ist es umso wichtiger, dass Sie hier entgegensteuern und die Übernahme von Eigenverantwortung für sich und Ihre Mitarbeiter ermöglichen.

Wir müssen uns alle dazu bewusst machen, dass sich das Führungsverständnis in den letzten Jahren gewandelt hat. Eine Führungskraft ist heutzutage mehr Coach und Mentor. Das alte Muster Befehl und Kontrolle verschwindet mehr und mehr aus der Arbeitswelt. Als Führungskraft ist man gut beraten, sich neue Eigenschaften anzueignen, um hier auf die geänderten Arbeitsbedingungen reagieren zu können.

Dadurch wird den Mitarbeitern ermöglicht, sich selbst weiterzubilden und neue Verantwortungen zu übernehmen. Hierbei werden neue Potentiale freigesetzt. Ganz neue Innovationen entstehen.

Wie rufe ich Eigenverantwortung aus?

Nur die Eigenverantwortung auszurufen, wird dir an der Stelle nicht helfen. Das wird nicht funktionieren, nach dem Motto:

“Übrigens. Ab morgen handelt ihr alle Eigenverantwortlich.”

Ganz im Gegenteil: die Mitarbeiter vor vollendete Tatsachen zu stellen, hat noch in keinem Transformationsprozess sonderlich viel geholfen. In den meisten Fällen schadet es auch mehr, als es nützt.

Eigenverantwortung zu erlernen und in die tägliche Arbeit zu integrieren ist ein Prozess. Dabei geht es um Vertrauen und die Übertragung von Verantwortlichkeiten, aber auch um die Abgabe von Macht. Dieser Prozess sollte von erfahrenen Trainern und Coaches begleitet werden, um die Eigenverantwortung nachhaltig zu stärken.

Führungskräfte Training

Wir unterstützen talentierte Führungskräfte dabei, Eigenverantwortung auf die Mitarbeiter:innen nachhaltig übertragen zu können. Dazu haben wir eine spezielle Führungskräfte Ausbildung entwickelt. Über 12 Wochen hinweg werden bei der Smarten Führung – dem Führungskräfte Training Führungskräfte beim Erlenen neuer Fähigkeiten und Kompetenzen begleitet.

Lesen Sie gerne unseren anderen Blog Beitrag für mehr hilfreiche Tipps für Führungskräfte und Projektleiter:innen.

Fallen Ihnen noch weitere Tipps ein, um die Eigenverantwortung von Mitarbeitern zu stärken? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

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