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Ein Hochleistungsteam entsteht

Die Entstehungsgeschichte eines Hochleistungsteams

In dieser Podcastfolge geht es um die Entstehungsgeschichte eines Hochleistungsteams. Ich (Patric Eid) durfte bei diesem Team in der Rolle einer Führungskraft mitwirken. Warum durfte?

Es war eine Freude die Teamdynamiken zu spüren. Es war eine unglaublich gute Harmonie im Team, obwohl die Personen im Team alle komplett unterschiedlichen Charaktere hatten. Sie kamen auch aus unterschiedlichen Ländern. Sogar unterschiedlichen Kontinenten.

Ein Hochleistungsteam entsteht nicht zufällig

Aller Anfang ist schwer. Und so war es auch in diesem Team. Das Team wurde schnell skaliert. Es waren erst zwei Entwickler und auf einmal betrug die Teamgröße 8 Personen. Das musste das Team erstmal wegstecken.

Der Teamentwicklungsprozess begann von vorne. Die nächste Episode geht noch weiter auf die Phasen der Teamentwicklung ein. Doch am Anfang musste man sich erstmal gegenseitig kennenlernen und verstehen, wie die anderen reagieren. Und auch, was die fachlich können.

Gerade das fachliche Können war in dem Team ein großes Thema. Denn es bestand aus alten Hasen und ganz neuen Leuten. Die Neuen haben gute Ideen und Impulse reingebracht. Das hat aber etwas gedauert, bis sie gehört worden sind.

Wie kann eine Führungskraft die Teamentwicklung unterstützen?

Ich fragte mich damals, wie kann ich als Führungskraft diesen Prozess unterstützen?

Hier ist meine Liste an Punkten, die ich bei dem Team durchgeführt habe:

  • Einzelgespräche geführt: zunächst hatte ich damit angefangen, mit allen Personen im Team Einzelgespräche zu führen. Ich wollte wissen, wer sie sind, was sie bewegt und was sie vom Team erwarten.
  • Dann führten wir regelmäßig Gespräche im Gesamtteam. Wir haben gemeinsame Teamregeln aufgestellt und die Erwartungen offen besprochen.
  • Daraus ist ein Teamvertrag entstanden, den das Team gemeinsam erarbeitet hat. Dort waren die Erwartungen und die Teamregeln niedergeschrieben. Aber auch der Teamname und der Teamslogan.

Das alleine machst natürlich noch kein Hochleistungsteam aus. Die Regeln wurden auch wirklich gelebt. Da war dann so etwas dabei, wie dass man andere ausreden lässt und konstruktives Feedback gibt. Ich als Führungskraft hatte den Auftrag vom Team bekommen, dafür zu sorgen, dass die Regeln eingehalten werden.

Kontinuierliche Verbesserung der Teamprozesse

Alle zwei Wochen führten wir Retrospektiven durch. Kernpunkte waren am Anfang, wie die Zusammenarbeit innerhalb des Teams verbessert werden kann und was das Team von den Führungskräften benötigt, um bessere Arbeit abliefern zu können.

Muster-Aufbau einer Retrospektive

Teil 1: wo stehen wir aktuell? Wie sehen unsere Team-Metriken aus?

Teil 2: was ist bisher gut gelaufen und was sollten wir beibehalten?

Teil 3: wir spielten ein Spiel zusammen. Je nach Situation waren das unterschiedliche Spiele. Sie hatten fast immer etwas mit der Arbeit zu tun. Zur Auflockerung spielten wir aber auch mal Rippel-Tippel.

Teil 4: was war nicht gut und muss verbessert werden?

Teil 5: und was war der wichtigste Teil: welche Maßnahmen helfen dabei, die Punkte aus Teil 4 zu beseitigen. Die Maßnahmen wurden mit Verantwortlichen und Daten versehen. Und in den darauffolgenden Retrospektiven wurde überprüft, ob die Maßnahmen eingehalten worden sind.

Unterstützung der Teamentwicklung

Dazu kamen noch weitere Elemente. Wir hatten z.B. einmal im Monat ein gemeinsames Frühstück gemacht. Oder sind zusammen Mittagessen gegangen. Aktivitäten außerhalb des Büros haben nicht stattgefunden. Das war dem Team auch nicht wichtig. Zudem führte das Team Rituale ein und feierte Erfolge zusammen. (Das könnte auch interessant sein: 10 Merkmale eines Hochleistungsteams)

Aus einer Gruppe ein Team machen

Das macht ein Hochleistungsteam aus: Diese Teamdynamik und der unbedingte Wille, gemeinsam Erfolg zu haben. Die Firma, für die das Team arbeitete, war in der Phase nicht mehr wichtig. Das Team hat sich komplett zum Produkt bekannt. Es hochgradig innovativ und hat eigenständig neue Ideen entwickelt. Die wurden teilweise bis zum Prototypen vom Team in der Freizeit vorangetrieben und dann erst der Geschäftsleitung und dem Vertrieb vorgestellt. Also dann wurde erst die Idee an sich und dann natürlich auch gleich der Prototyp vorgestellt.

Team-Auflösung als Baustein

Aber auch ein Hochleistungsteam findet irgendwann mal ein Ende. Sei es, weil Teammitglieder das Team verlassen. Das Projekt beendet ist. Oder neue Personen in das Team kommen, wodurch die Teamentwicklung wieder von vorne beginnt. Siehe dazu auch die Teamentwicklung nach Tuckman.

Passend zur Episode:

4 Gedanken zu „Ein Hochleistungsteam entsteht“

  1. Hallo
    Gute Episode und ich stelle fest, dass ich gerade mitten in der 2. Phase stecke, die extrem anstrengend ist. Es wird sicherlich keine Standards geben, aber wie lange dauert denn die 2. Phase?
    Schöne Grüsse
    Heiko Rothmann

    1. Zunächst einmal vielen Dank für das Feedback!

      Die zweite Phase (nach Tuckman) ist von Team zu Team unterschiedlich lang. Auch die Ausprägung und die konkreten Maßnahmen sind sehr individuell zu betrachten.
      Wichtig ist in der Phase, das Team zu begleiten und Lösungsräume zu schaffen. Teamworkshops und teambuildene Maßnahmen helfen dabei, das Team in die nächste Phase zu begleiten.

      Weitere Informationen dazu u.a. hier:
      https://advitago.academy/2021/04/20/teamentwicklung-phasen-nach-tuckman/ und
      https://advitago.academy/2021/03/03/10-merkmale-von-einem-hochleistungsteam/

  2. Pingback: Teamentwicklung Phasen nach Tuckman – advitago.academy

  3. Pingback: Persönlichkeitstypen und Teamrollen – Online-Test und Beratung

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